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Das Programm der alternativen und fӧrdernden Kommunikation wird mit der Methode AAC für sprachlose und schwachsprechende Kinder durchgeführt.

In unserem Förderschulzentrum arbeiten wir mit dem Programm der alternativen und fӧrdernden Kommunikation, das mit der Methode AAC umgesetzt wird. Das Programm wurde mit dem Gedanken an Schülerinnen bzw. Schüler mit geistiger Behinderung konzipiert, die aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sind, vollständig per Sprache zu kommunizieren; es betrifft insbesondere diejenigen nichtsprechenden Lernenden, deren Sprachkompetenz nicht alle Funktionen der Kommunikation erfüllt, die insofern mit der Umgebung nicht in einer Weise zu kommunizieren in der Lage sind, wie es ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entsprechen könnte. Für den Menschen ist die Möglichkeit, mit anderen zu kommunizieren, eine Grundvoraussetzung zur Befriedigung bzw. Erfüllung der eigenen Bedürfnisse. Der Austausch von Informationen vermeidet in vielerlei Hinsicht Frustration. Über gelingende Kommunikation lernt sich der Mensch nicht nur selbst besser kennen, sondern sie ist auch analog der Schlüssel für die Erkenntnis der umgebenden gesellschaftlichen Wirklichkeit. Konstitutiv für Sprachkompetenz ist damit die Fertigkeit, durch die Benennung der umgebenden konkreten wie abstrakten Objekte die komplexe Welt der Erscheinungen und Ereignisse auf ihre Eigenschaften und Beziehungen hin zu ordnen und damit zu organisieren. Ein Leben ohne die Fähigkeit zur sprachlichen Kommunikation zu führen bedeutet, vorliegende Wege einer Bildung der Identität auszublenden und folglich die Entwicklung einer autonom agierenden Individualität in gravierender Hinsicht einzuschränken. Aufgrund dieser resultierenden Isolierung bleibt dem Menschen ein großer Teil der Möglichkeit einer Entwicklung der eigenen kognitiven, emotionalen und auch motivationalen und sozialen Lebenswirklichkeit versperrt. Die Lebensqualität von Menschen, die nicht mit ihrer Umgebung kommunizieren können, ist also stark eingeschränkt.

Wenn ein Kind nicht spricht, bedeutet das nicht, dass es nichts zu sagen hat. In aller Regel kann es schlicht nicht auf eine effektive Möglichkeit zurückgreifen, um einen Dialog oder ein Gespräch auf der Grundlage der Informationen über die eigenen Bedürfnisse und den damit verbundenen Zuständen durchzuführen.

 

Was bedeutet eine alternative und fӧrdernde Kommunikation (AAC )?
AAC (Augmentative and Alternative Communication) umfasst sämtliche Tätigkeiten, deren Ziel es ist, den nichtsprechenden Menschen bzw. Menschen mit begrenztem Sprachumfang, in der Kommunikation zu helfen zu unterstützen. Statt ausgesprochener Wörter und Sätzen können die Menschen graphische Zeichen (Piktogramme, Bilder, Symbole), manuelle Zeichen (Handgesten) oder räumlich-taktile Zeichen (z. B. Objekte) benutzen.

Dies ermöglicht ihnen, eine Wahl zu haben, Entscheidungen zu treffen, Fragen zu stellen, zu erzählen, Gedanken und Gefühle auszudrücken und auf diesem Wege die Hindernisse in der Kommunikation zu überwinden und damit unabhängig zu werden. (Quelle:www.aac.org.pl).

 

Wer braucht AAC?

Anwender der alternativen und fӧrdernden Kommunikation sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die hören können, aber nicht imstande sind, die jeweilige Sprache zu lernen, oder sie sind nicht in der Lage, ihr gesamtes Leben bzw. eine Zeitperiode ihres Lebens betreffend die Sprache zu benutzen.Dazu gehören auch Personen, deren Sprache gestört, undeutlich, für die Umgebung unverständlich ist, Personen also, die Schwierigkeiten haben, mit anderen zu kommunizieren. Das sind unter anderem Menschen mit zerebraler Lähmung, Sprachstörungen, geistiger Behinderung, Autismus, genetische Krankheiten, allerdings auch Menschen nach einer traumatischen Hirnverletzung. Im Hinblick auf Kinder mit Entwicklungsstörungen, bei denen die Sprache sich nicht mit der Zeit entwickelt, verwendet man die fördernde Kommunikation, um den Weg für die Entwicklung von Sprache und Sprechen des Kindes zu ebnen, soweit die neurobiologischen Bedingungen des Kindes das erlauben.

 

Worauf beruht die Hilfe für nichtsprechende Personen ?

Für jede nichtsprechende Person wird von ein Team von Spezialisten ein Kommunikationssystem konstruiert, damit sie statt der Sprache ein System von Zeichen (Gesten, Piktogramme, Symbole, Buchstaben) benutzen kann.

Für die Konstruktion des Kommunikationssystems sind verschiedene Tätigkeiten erforderlich: die Auswahl von Zeichen, der Aufbau der persönlichen Unterstützung für die Kommunikation, die Lehrinhalte auswählen und anzeigen, Anweisung der Gesprächspartner, Ausrüstung der nichtsprechenden Person mit den entsprechenden Geräten oder Computer, die ihr die Stimme leihen (sog. Hilfstechnologie), und auch -im Falle von Personen mit körperlichen Behinderungen- einen geeigneten Sitzplatz zu organisieren (arrangieren), auf dem der AAC-Benutzer in der Lage wird, die gewährte Unterstützung zu nutzen.

Das auf jeden AAC-Benutzer persönlich abgestimmte Kommunikationssystem ergibt sich aus den Prädispositionen der Schülerin bzw. des Schülers, seinen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Interessen. IMMER wird das Kommunikationssystem auf den Lernenden angepasst, nie umgekehrt .

In unserem Förderschulzentrum unterziehen wir die Arbeit mit der AAC-Methode einer permanenten Evaluationstätigkeit. Am Anfang haben wir nur mit Hilfe von PCS Symbolen gearbeitet, später haben wir den Wortschatz um die MÓWIK Symbole bereichert. Gleichzeitig haben wir ein System von Gesten und Symbolen MATATON eingeführt, gegenwärtig führen wir Kommunikationsgeräte ein . Wir sind ständig auf der Suche nach neuen, besseren Lösungen, entwickeln die Wörterbucher Lernenden, passen die Kommunikationssysteme für unsere Kinder mit maximaler Individualisierung ihrer Art der Kommunikation an. Zur gleichen Zeit bilden wir uns ständig weiter und suchen danach die bestehenden Lösungen zu optimieren. Auf der Grundlage dieser Suche ist das Projekt entstanden.